Aachen:

Zur Finanzierung des Stadions wurde eine als „Tivoli-Anleihe“ bezeichnete Inhaber-Schuldverschreibung aufgelegt, die sich in erster Linie an Vereinsanhänger richtete und in Stückelungen von 100, 200 und 500 Euro ausgegeben wurde. Insgesamt kamen so 4.211.500 Euro von rund 4.500 Zeichnern zusammen. Das Geld sollte für fünf Jahre fest mit sechs Prozent pro Jahr verzinst und im August 2013 zu 100 Prozent zurückgezahlt werden. Da die Alemannia aber Ende 2012 Insolvenz angemeldet hat, ist die Anleihe wohl als Totalverlust anzusehen.

Das Stadion wurde schnell zum „Millionengrab“ da die Heimstärke der Alemannia auf dem alten Tivoli im neuen Stadion nicht fortgesetzt werden konnte. Durch das Insolvenzverfahren, die zwei Abstiege und die hohen laufenden Kosten für den Tivoli wurde deshalb erwogen, für die Saison 2013/14 ins Karl-Knipprath-Stadion des SC Jülich umzuziehen. Dieses Stadion fasst wegen Umbauarbeiten nur 5500 Zuschauer, sodass der Plan nicht umgesetzt wurde.

Seit 2013 sucht die Stadt Aachen einen Käufer oder Investor für den Tivoli. Die Stadt kostet der 60-Millionen-Euro-Bau jährlich etwa 3,5 Millionen Euro.