Der Landschaftsplan 2020 der Stadt Freiburg, auf Grundlage von Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG1) und Naturschutzgesetz Baden-Württemberg erstellt, bescheinigt die Bedeutung der freien Flächen des Flugplatzareals die Bedeutung für den Klimaschutz in Freiburg (Auszüge):

[Seite 41] Die Niederung der Dreisam, das offene Flugplatzgelände und die Landwirtschaftsflächen südwestlich des Gewerbegebiets Haid bzw. von St. Georgen (Bodenmatten) fungieren als regionale Luftleitbahnen. Sie begünstigen aufgrund ihrer Rauigkeit, ihrer Ausrichtung relativ zu den Hauptwindrichtungen und ihrer geringen Schadstoffbelastung den Austausch belasteter Luftmassen in Siedlungsgebieten gegen weitgehend frische Luft aus der Umgebung.

[Seite 57] Auf dem Flugplatzgelände sind Einzelvorkommen der Dorngrasmücke sowie des Grünspechts nachgewiesen worden. Das Mosaik aus offenen kurzrasigen Stellen in den Mager-/ Trockenrasen und höherwüchsigen Saumstrukturen, vor allem im klimatisch wärmeren Südteil, ist zudem Lebensraum der Braunfleckigen Beißschrecke, als einem von nur drei Vorkommen dieser Art in Baden-Württemberg (weitere bei Kehl und Müllheim) und für Deutschland insgesamt. Die Freiflächen sind darüber hinaus Lebensraum zahlreicher, seltener und bestandsbedrohter Wildbienen/ Stechimmen, Laufkäfer und Schmetterlinge.

[Seite 138] Aus: Tab. 4-18: Leistungsfähigkeit der Freiflächen: Bewertungskriterien und jeweils betroffene Gebiete (nach STEINICKE & STREIFENEDER + IMA 2003)
Sehr hohe Bedeutung • Kaltluftentstehungsgebiete, Luftleitbahnen und Waldbestände mit direktem Bezug zum Siedlungsraum (Kalt- bzw. Frischluftlieferanten für stark bis mäßig belastete Siedlungsgebiete mit überwiegender Wohnnutzung):
…, Flugplatz, …

[Seite 139] Luftleitbahnen, Bergwind, Talaufwind und Kaltluftabflüsse
Die weitgehend unbelasteten regionalen (Flugplatz, …) und lokalen (…) Luftleitbahnen sind aus lokalklimatischer Sicht von sehr hoher Bedeutung.

[Seite 148] Folgende Flächen sind im Stadtgebiet als Regionale Grünzüge festgelegt (siehe auch Abb. 4-A im An-hang):
• …
• Nördlicher und Südlicher Mooswald inkl. angrenzender Freiflächen (bspw. Flugplatz),
• …

[Seite 153] Fortsetzung Tab. 4-23: Bedeutung der Biotopflächen für den Biotopverbund (nach BREUNIG 2003, Nummerierung bzw. Lage der Flächen siehe Plan Nr. 6):
Biotopflächen mit einem sehr hohen Wert
33 Flugplatz Grünland

[Seite 160] Fortsetzung Tab. 4-24: Schwerpunktbereiche für den Arten- und Biotopschutz bzw. für den Biotopverbund sowie deren Erhaltungs- und Entwicklungsziele (BREUNIG 2003, Nummerierung bzw. Lage der Bereiche siehe Plan Nr. 7)
Biotopflächen mit einem sehr hohen Wert

15 / Flugplatz Freiburg / Grünlandgebiet, das die Biotopfläche „Flugplatz“ (Nr. 33) umfasst.
Ziel: Erhaltung von Mager- und Trockenrasen sowie Schutz zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten.

[Seite 170] Tab. 4-27: Bedeutung der Freiräume für das Stadtbild und die Stadtkultur (nach 365° FREIRAUM + UMWELT 2005)
Freiräume von sehr hoher Bedeutung für Stadtbild und Stadtkultur:
Städtische Freiräume: … / Flugplatz und Anhöhe Wolfsbuck / …

[Seite 173] Tab. 4-29: Bedeutung der Freiräume für die landschaftsorientierte Erholung (nach 365° FREIRAUM + UMWELT 2005)
Freiräume von sehr hoher Bedeutung für die landschaftsorientierte Erholung:
Städtische Freiräume: … / Südlicher Wolfsbuck und geplantes Unicampusgelände am Flugplatz / …

[Seite 175] Tab. 4-31: Bedeutung der Freiräume für Freizeitaktivitäten und Stadtleben (nach 365° FREIRAUM + UMWELT 2005)
Freiräume von sehr hoher Bedeutung für Freizeitaktivitäten und Stadtleben:
Städtische Freiräume: … / Südlicher Wolfsbuck und geplantes Unicampusgelände am Flugplatz / …

Die Stadionanlagen würden als Hindernisse und durch Aufheizung den wichtigsten Stadt-Klimaschutz und und wertvolle Natur zerstören.

Die Stadionanlagen würden als Hindernisse und durch Aufheizung den wichtigsten Stadt-Klimaschutz und und wertvolle Natur zerstören.

[Seite 249] Auf dem Flugplatz kommen großflächig Bestände von Mager- und Trockenrasen auf kiesig-sandigem, trockenem Standort vor.
Zielzustand: Mosaik aus Mager-/ Trockenrasen mit offenen, kurzrasigen Stellen und höherwüchsigen Saumstrukturen.
Das Umfeld der Start- und Landebahnen zeichnet sich weiterhin durch ein Mosaik aus Mager-/ Trockenrasen mit offenen, kurzrasigen Stellen und höherwüchsigen Saumstrukturen aus.
Als Leitart dient die bundes- und landesweit vom Aussterben bedrohte Braunfleckige Beißschrecke.
Mit diesem Vegetationsmosaik wird das Gebiet seinem Biotopentwicklungspotenzial gerecht (historische Aufschotterung der Dreisam, trocken-warmer Extremstandort). Darüber hinaus bleibt die besondere lokalklimatisch-lufthygienische Bedeutung des Flugplatzes bestehen.
Die Freiflächen des Flugplatzes sind aufgrund ihrer besonderen bioökologischen Bedeutung ein Vorrangbereich für den Naturschutz und die Landschaftspflege. Die extensive Nutzung der Freiflächen vermindert Stoffeinträge in Boden und Grundwasser.
Aus lokalklimatisch-lufthygienischer Sicht steht der Erhalt der Freiflächen als Kalt- und Frischluftentstehungsgebiete überwiegend mit direktem Bezug zum Siedlungsraum, der Erhalt des Einflusses des Höllentälers (nächtlicher Bergwind aus dem Schwarzwald, Talaufwind am Tage) sowie der Funktion des Flugplatzes als unbelastete regionale Luftleitbahn im Vordergrund. Für die landschaftsorientierte Erholung spielen die Flächen im Umfeld des Flugplatzes eine wichtigere Rolle (insb. Wolfsbuck).

[Seite 250] Das Mosaik aus Mager-/ Trockenrasen mit offenen, kurzrasigen Stellen und höherwüchsigen Saumstrukturen im Bereich des Flugplatzes soll entsprechend den festgesetzten und bereits stattfindenden Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen erhalten werden (u. a. Ausgleichsfläche i. R. d. Bebauungsplans für das Universitätsquartier, Pflege- und Entwicklungsplan Teilfläche Flugplatz Freiburg) … Die Magerrasen sowie ein Gehölzbestand sind naturschutzrechtlich besonders geschützte Biotope.

Quelle: Website der Stadt Freiburg: http://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/330877/landschaftsplan_textteil.pdf